Interessant, was im Haushaltsplan 2025 des Landkreises Hersfeld-Rotenburg steht:
„Die K1 ist durch den Ausbau des Gewerbegebietes Mecklar/Meckbach einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen ausgesetzt. Eine Ampel soll den Verkehr zur B27 regeln. Diese wird größtenteils durch den Bund finanziert, der Landkreis ist an den Kosten beteiligt […] Um eine Entlastung zu erreichen ist derzeit eine Machbarkeitsstudie beauftragt, die die zusätzliche Anbindung an die B27 oder an die Autobahn A4 prüft. Die Kosten dafür werden von den Altgesellschaftern des Gewerbegebietes getragen.“
Das nennt man eine 180°-Wendung! Alle mahnenden Hinweise der letzten 20 Jahre, dass man in ein 60 ha-Industriegebiet mit Millionenaufwand in nur durch die eine einzige Brücke anzufahrende Sackgasse investiert hat, wurden als Panikmache abgetan. Jeder politisch Verantwortliche berief sich darauf, dass man im Vorfeld alles bedacht habe und rein gar nichts passieren könne. Die zahlreichen Brückensperrungen bzw. –einstürze der jüngsten Vergangenheit in Deutschland scheinen nun auch bei uns das Nachdenken zu befördern.
Letztendlich werden die Einwohner in Ludwigsau aber mal wieder die Hauptbetroffenen sein: Kommt eine weitere Brücke zwischen Mecklar und Blankenheim landet der Verkehr wie bisher in den Ortsdurchfahrten von Mecklar und Friedlos. Bindet man das Industriegebiet durch den Seulingswald an die A4 in Friedewald an, haben die Meckbacher „das große Los“ gezogen. Und egal wie: Man wird wieder versuchen, es der Bürgerschaft als vorausschauende, nachhaltige Politik zu verkaufen. Wetten?